Blackjack mit 2 Assen – Die beste Strategie für Soft Hands
Zwei Asse auf der Hand zu erhalten, ist eine der stärksten und gleichzeitig vielseitigsten Ausgangspositionen im Blackjack. Da ein Ass als 1 oder 11 gewertet werden kann, stellt diese Kombination eine 'Soft Hand' dar, genauer gesagt ein 'Soft 12' (1+11) oder, wenn man die Asse teilt, zwei separate Hände mit einem Ass als Startkarte. Der richtige Umgang mit dieser Situation ist entscheidend, um Ihren Vorteil zu maximieren und Verluste zu minimieren.
Die grundlegende Blackjack-Strategie gibt klare Empfehlungen dafür, ob Sie bei zwei Assen stehen, verdoppeln, weiterziehen oder teilen sollten. Diese Empfehlungen basieren auf mathematischen Berechnungen und der Wahrscheinlichkeit, die Hand des Dealers zu schlagen. Die Entscheidung hängt primär von der aufgedeckten Karte des Dealers ab. Abweichungen von dieser Basisstrategie erhöhen langfristig das Hauslimit.
Die Grundregel: Immer teilen!
Die einheitliche Empfehlung der Basisstrategie für fast alle Blackjack-Varianten lautet: Zwei Asse sollten immer geteilt werden. Dies gilt unabhängig davon, welche Karte der Dealer zeigt. Durch das Teilen verwandeln Sie eine einzelne, zwar starke, aber nicht perfekte Hand in zwei separate Hände, die jeweils mit einem Ass beginnen. Ein Ass als Startkarte ist äußerst mächtig, da Sie die Chance haben, mit einer weiteren Karte mit dem Wert 10 einen 'Blackjack' (21) zu bilden.
Wenn Sie die Asse nicht teilen, bleibt Ihre Hand ein weiches 12. Zwar können Sie dabei nicht überkaufen (busten), da ein Ass als 1 gewertet werden kann, aber die Chance auf einen natürlichen Blackjack ist verloren. Das Teilen verdoppelt Ihren Einsatz, bietet aber eine deutlich höhere erwartete Gewinnrate. Ausnahmen von dieser Regel sind extrem selten und gelten nur für sehr spezielle Casinoregeln, die das Nachziehen nach dem Teilen von Assen verbieten oder das Teilen generell einschränken.
- Teilen Sie zwei Asse immer, egal was der Dealer zeigt.
- Sie starten dann zwei separate Hände mit einem Ass.
- Jede dieser Hände hat die Chance, einen Blackjack zu bilden.
- Nicht zu teilen bedeutet, die Chance auf den besten Natural zu verpassen.
Was passiert nach dem Teilen?
Nachdem Sie Ihre zwei Asse geteilt und einen weiteren Einsatz für die zweite Hand gesetzt haben, erhält jede Hand eine zweite Karte. In den meisten Casinos ist es dann erlaubt, nach einem geteilten Ass weitere Karten zu ziehen ('Hit'), zu verdoppeln ('Double Down') oder zu stehen ('Stand'). Allerdings gibt es eine wichtige Einschränkung: Wenn Sie auf ein geteiltes Ass eine Karte mit dem Wert 10 (10, Bube, Dame, König) ziehen, zählt dies in den meisten Casinos nicht als Blackjack, sondern nur als normale 21.
Die Strategie für die weitere Spielweise jeder einzelnen Ass-Hand folgt nun den Standardregeln für 'Soft Hands'. Gegen einen schwachen Dealer-Upcard (2 bis 6) sollten Sie oft verdoppeln, wenn die Regeln es erlauben. Gegen eine starke Dealer-Karte (7 bis Ass) sollten Sie weiterziehen, bis Sie mindestens eine weiche 18 oder 19 erreichen. Konsultieren Sie eine detaillierte Strategietabelle für Soft Hands, um die optimalen Entscheidungen zu treffen.
Besondere Casinoregeln beachten
Bevor Sie spielen, sollten Sie die spezifischen Tischregeln kennen. Die wichtigste Regel in diesem Zusammenhang ist, ob Sie nach dem Teilen von Assen weitere Karten ziehen dürfen ('RSA' – Re-Split Aces). Viele Casinos erlauben dies, einige verbieten es. Wenn es verboten ist, erhalten jedes Ihrer geteilten Asse nur eine weitere Karte. Eine weitere Regel betrifft das Verdoppeln nach dem Teilen (DAS), die jedoch bei geteilten Assen seltener anwendbar ist.
Eine seltene, aber für den Spieler sehr nachteilige Regel ist, dass ein Blackjack aus einem geteilten Ass nur als normale 21 und nicht mit dem üblichen 3:2-Gewinn ausgezahlt wird. Diese Regel sollten Sie meiden, da sie Ihren erwarteten Gewinn aus dieser starken Position erheblich schmälert. Im Zweifelsfall fragen Sie den Dealer nach den genauen Regeln für das Teilen und das Spielen von geteilten Assen.
Häufige Fragen
Warum sollte ich zwei Asse teilen und nicht verdoppeln?
Weil das Teilen einen höheren erwarteten Wert (Expected Value) hat. Wenn Sie verdoppeln, setzen Sie mehr Geld auf eine Hand, die nur ein weiches 12 ist. Beim Teilen investieren Sie zwar auch mehr Geld, aber Sie erhalten zwei unabhängige Hände, die jeweils mit einer der stärksten Startkarten (ein Ass) beginnen und hohes Potenzial für einen Blackjack oder eine starke Hand wie 20 haben.
Zählt ein 21 aus geteilten Assen als Blackjack?
In den allermeisten Casinos nein. Wenn Sie nach dem Teilen eines Asses eine Zehn oder einen Bildkarte ziehen, ergibt das insgesamt 21. Diese Hand wird jedoch meist nur als normale 21 gewertet und zahlt 1:1 aus, nicht mit dem 3:2-Gewinn eines natürlichen Blackjacks. Dies ist eine der Casinoregeln, die den Vorteil des Hauses erhöht.
Was mache ich, wenn das Casino das Teilen von Assen verbietet?
Wenn das Teilen nicht erlaubt ist, behandeln Sie Ihre zwei Asse als weiches 12. Die Basisstrategie empfiehlt dann, bei einem weichen 12 gegen eine Dealer-Upcard von 4, 5 oder 6 zu verdoppeln, wenn es erlaubt ist. Ansonsten sollten Sie weitere Karten ziehen, bis Sie mindestens eine weiche 18 erreichen, besonders wenn der Dealer eine 7 oder höher zeigt.
Spielen Sie verantwortungsvoll. Glücksspiel kann süchtig machen. Setzen Sie ein Limit und hören Sie auf, wenn es kein Vergnügen mehr ist. Ab 18.
